Grundlagen der Atmung

Die Atmung ist eins der fundamentalen Systeme des Lebens. Der durch die Atmung inhalierte Sauerstoff wird durch die Blutzirkulation im unserem Körper transportiert. Auf dem gleichen Wege entströmt dem Körper dann auch wieder der Abfall unserer Atmung. Nach chinesischer Vorstellung wird nicht nur Sauerstoff aus der Atemluft an unser Blut abgegeben, sondern auch die Chi-Energie. Sie fließt durch bestimmte Kanäle in unserem Körper. Die größte Vollendung ist dann auch die Fähigkeit das Chi nach belieben aktivieren und leiten zu können. Dies wird wohl nur selten gelingen, jedoch sind außergewöhnliche Kraftakte in Grenzsituationen wie höchster Lebensgefahr schon öfter beobachtet worden. Die grundlegende Atmung im Kung Fu ist die Bauchatmung. Hierbei wird durch die Nase in die sich wölbende Bauchdecke tief in die Lungen eingeatmet. Das Zwergfell bewegt sich dabei nach unten, wichtig ist die Bauchmuskulatur zu entspannen, es wird im Brustkorb Raum zur Ausdehnung der Lungen frei. Bei der Ausatmung wird durch den Mund ausgeatmet. Die Wölbung des Bauches geht dabei zurück und das Zwergfell nimmt seine alte Position ein. Bei großen Anstrengungen oder beim Kampf wird dazu die Bauchmuskulatur angespannt. Das Zentrum der Atmung liegt im Dantien etwa handbreit unter dem Bauchnabel.

 

Atmung in der Meditation

Hier wird auch die beschriebene Atemtechnik benutzt. Nur der zeitliche Ablauf wird gestreckt. Der Einatmungsvorgang dauert etwa 3-4 Sekunden, nun wird die Luft gehalten. Dazu nicht den Atem einsperren, auch etwa für 3-4 Sekunden. Nun in der im Text beschriebenen Weise über die Nase ausatmen, wieder etwa 3-4 Sekunden. Fortgeschrittenen können den Rhythmus der Atmung noch etwas verlangsamen. Die Zunge liegt dabei am oberen Gaumen an. Beim einatmen stellt man sich vor die Atemluft würde vorne an der Wirbelsäule entlang in den Unterbauch gelangen und beim ausatmen hinten an der Wirbelsäule entlang aufsteigen und über Scheitel und Stirn aus dem Mund austreten.

Atmung zu den statischen Übungen

Hier wird wieder die in Abschnitt 1 beschriebene Atemtechnik verwendet. Nach der Einatmung jedoch werden alle Muskeln angespannt und das statische Prinzip ausgeführt. Erst nach Abschluss der Technik (imaginäres Auftreffen) werden die Muskeln wieder entspannt und durch den Mund ausgeatmet. Auch hier wird zu keinem Zeitpunkt der Atem eingesperrt.